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Bau einer Schwertscheide
Für ein Schwert braucht man natürlich auch eine entsprechende "Verpackung". Im Internet sind für den Selbstbau diverse Vorschläge zu finden, z.B. vollständig aus Leder, mit einem relativ massiven Holzkern oder mit einer Mischung aus dünnem Holz und textiler Wicklung. Alle haben ihre Vor- und Nachteile.
Die aus Leder sind relativ einfach, aber mal wieder nicht "A". Dafür sind sie aber, solange kein Schwert drinsteckt, sehr flexibel, behindern im Kampf kaum und brechen nicht.
Die Schwertscheiden mit massivem Holzkern sind, je nachdem wie man sie aufbaut, einfach und schnell herzustellen, haben aber den Nachteil das sie, bedingt durch die Wandstärke des Holzkerns, sehr dick werden. Ein weiterer Nachteil ist, das, falls man die Scheide zum Kampf nicht ablegt und darauf fällt, entweder der Holzkern bricht oder man sich im günstigsten Fall ziemlich wehtut.
Die dritte Variante ist letztendlich die, für die ich mich entschieden habe. Diese Schwertscheiden sind deutlich dünner als die mit Holzkern, ohne Schwert stabiler als die nur aus Leder aber immer noch so flexibel das sie nicht sofort brechen falls man einmal darauf fällt.
Etwas zur Historie:
Es wird allgemein davon ausgegangen das die Schwertscheide in der Regel vor dem Kampf abgelegt wurde. Bei größeren Schlachten wußte man ja vorher was auf einen zukommt und konnte sich daher in aller Ruhe dieses eventuell ja auch störenden Teils entledigen.
Ein ganzer Teil der aufwändigeren Schwertscheiden dürfte auch überwiegend zu repräsentativen Zwecken gedient haben.
Ein Hinweis in eigener Sache:
Dies ist mein erster Versuch eine derartige Schwertscheide zu bauen. Ich weise daher absichtlich in der Beschreibung auch auf Probleme hin auf die ich gestoßen bin oder wenn etwas nicht funktioniert hat.
Material:
2-2,5mm starkes Starkschnitt oder Dickfurnier aus säurearmen Holz (Ahorn, Buche)
Ich habe es nicht geschafft entsprechend dickes Furnierholz aufzutreiben. Wenn man einen Tischler an der Hand hat, kann der einem die benötigten Streifen für kleines Geld zurechtsägen. Ich habe für diesen Erstversuch etwas anderes ausprobiert, was auch bisher keine Probleme gemacht hat: Ich habe mir aus dem Baumarkt (Bauhaus) einen einseitig mit Schmelzkleber beschichteten Streifen Ahornfurnier mit 2,1m Länge besorgt (ca. 15,-Euro). Da meine Klingenlänge bei ca. 90cm liegt, habe ich diesen der Länge nach halbiert, mit den kleberbeschichteten Seiten aufeinandergelegt und mit einem alten Bügeleisen auf höchster Einstellung und viel Druck aufeinandergebügelt. Das Ergebnis wellt sich zwar, aber das stört die weitere Verarbeitung nicht im geringsten.
Fell für das Innenfutter
Laut diversen Funden wurde früher für das Innenfutter der Schwertscheide Fell oder Wolle verwendet. Hierfür gab es wohl mehrere Gründe: Pflege der Klinge durch die enthaltenen natürlichen Fette der Wolle/Felle, Reinigungswirkung und festhalten der Klinge in der Scheide.
Wenn Fell verwendet werden soll, sollte es sich um ein vegetabil (pflanzlich) oder chromgegerbtes Fell handeln! Andere Gerbungen (Salzgerbungen) greifen die Klinge innerhalb kürzester Zeit stark an. Geeignet und "A" sind vor allem Ziege, Schaf, oder Kuhfelle. Die Haarlänge sollte nur ein paar Milimeter betragen, also notfalls rasieren.
Ich habe mich entschieden kein Fell zu verwenden. Geeignete Felle sind nicht ganz so einfach zu bekommen und dann meistens relativ teuer. Und das dann bei minem Erstversuch ohne jegliche Vorkenntnis? Ich habe daher auf einfachen Filz aus dem Stoffladen zurückgegriffen. Der ist zwar nicht "A" aber deutlich günstiger und die Verarbeitung ist identisch. (Ok, bei dem Fell muss man aufpassen welche Seite beim Kleben oben ist.)
Leinenstreifen für die textile Wicklung
Tja...da ich keine weitere Info gefunden habe wie dick oder schwer das Leinen sein sollte war ich mir hierbei unsicher was ich nehmen kann. Da fand ich auf einer Webseite den Hinweis: Mullbinden gehen auch. Na also, das ist doch wesentlich einfacher, bekommt man fast überall und genau richtig für meinen Erstversuch. Verwendet habe ich 2 Stück mit 6cm Breite und 4m Länge, wobei diese in gegensätzlicher Richtung (über Kreuz) gewickelt wurden.
Leim
Da wir so einiges miteinander verkleben müssen, brauchen wir Klebstoff. Um das Innenfutter auf das Furnier zu kleben eigenen sich z.B. Pattex (herrlich un-"A"), Tapetenkleister (lange Trockenzeit!) oder Ponal, bzw. Holzleim. Egal bei welchem Kleber aber unbedingt auf den ph-Wert achten! Alles was sauer ist, greift die Klinge an! So ist z.B. bei Ponal der Super 3 (wasserfest) laut Erfahrungsberichten nicht zu gebrauchen. Das normale Ponal oder Ponal Express dagegen sind ok, da ph-Neutral) Ich habe leider die genauen ph-Werte nicht mehr zur hand aber falls ich sie wiederfinde trage ich sie hier nach. Um meinen Filz auf das Furnier zu kleben habe ich Ponal Express verwendet und konnte bisher keine negativen Auswirkungen entdecken.
Für das Tränken der textilen Wicklung habe ich einen anderen Kleber verwendet, der z.B. in einem Schwertscheidenbauthread auf Tempus Vivit empfohlen wurde: Hasenleim. Dieser wird tatsächlich aus Hasen gemacht bzw. vor allem aus deren Haut und Fell (siehe diesen Wikipedia Artikel). Grundsätzlich ist er ähnlich dem Knochenleim, nur das Knochenleim glashart und spröde aushärtet, Hasenleim dagegen eher gummiartig elastisch. Also genau das was wir brauchen. Hasenleim bekommt man in diversen Webshops oder auch bei ebay.
Material für die äußere Hülle
Letztendlich Geschmackssache. Leder ist aber aufgrund seiner Stabilität in meinen Augen die erste Wahl. Es sollte weich gegerbt und so dick sein, das es sich unter zug noch gut vernähen lässt ohne auszureissen. In meinem Fall war das ein Reststück weinrot gefärbtes Kalbsleder mit ca. 1,6mm Stärke von eaby.
Eine äußere Hülle aus Textil (Leinenstoff) ist aber ebensogut machbar.
Lederstreifen für den Schwertgurt
Da man das Schwert ja auch irgendwie umhängen will, benötigt man hierfür einen Gürtel. Es wurde hierfür in der Regel ein zusätzlicher Gürtel verwendet, welcher zusätzlich zum Gewandungsgürtel getragen wurde. Ich werde hier nur auf den sogenannten geteilten Gurt eingehen, bei dem zwei Gurtteile direkt an der Schwertscheide befestigt werden. Ich habe fertige Gürtellederriemen aus Spaltleder mit 38mm Breite verwendet.
...und nun: Auf ans Werk!
Ich habe nicht alle Schritte bildlich festgehalten, aber ich denke das geht auch so.
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Als erstes wird die Kontur der Klinge auf das Furnier übertragen und ringsum um einen zusätzlichen Rand erweitert.
Hierbei gibt es ein Problem:
Wie breit muss dieser Rand sein? Dies hängt davon ab, wie stark die Klinge und wie dick das Innenfutter ist. Leider habe ich hierfür keine Formel oder ähnliches ...
Dies ist mit der größte Unsicherheitsfaktor an der ganzen Sache.
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Meine Klingenstärke liegt bei ca. 4mm, die Dicke des Filz für das Innenfutter bei 1,5mm. Mein Rand beträgt ca. 8mm, was an der Klinge ausreichend ist.
Am Ort (Spitze der Scheide) hätte es ruhig etwas mehr sein können, da dieser durch die spätere Umhüllung stark zusammengezogen und somit verengt wird. Das merke ich daran das der Widerstand beim einstecken des Schwertes auf den letzten Zentimetern deutlich höher wird.
Das ganze wird dann zweimal ausgeschnitten, so daß man zwei identische Teile hat.
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Danach werden die beiden Teile einseitig mit Leim versehen und auf das Innenfutter geklebt.
Bei Fell bitte auf die LEDERSEITE kleben ;-)
Das ganze kann (bzw. wird) sich während dem Trocknungsvorgang ziemlich verziehen, also nicht erschrecken. Dieser Verzug ist für uns aber nicht von Bedeutung.
Bevor es weitergeht sollte der Leim durchgetrocknet sein.
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Nachdem der Leim trocken ist, am Furnier entlang vorsichtig ausschneiden. Da das Furnier sehr dünn ist aufpassen, das man nicht aus versehen in das Furnier schneidet. Am späteren oberen Ende der Scheide kann man das Innenfutter etwas länger lassen, das erleichtert später stellenweise das hantieren.
So sieht das dann ausgeschnitten und mit Schwert aus.
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Als nächstes habe ich den Filz LEICHT vorgeölt. Verwendet habe ich chinesisches Kamelienöl, welches absolut säure- und ziemlich geruchsfrei ist und nicht verharzt.
Dazu welche Öle geeignet sind gibt es mengenweise Diskussionen in diversen Foren.
Ballistol hat den Nachteil das es furchtbar riecht, irgendwann verharzt und man die Reste dann nicht mehr aus der Schwertscheide herausbekommt.
Theortisch ginge wohl auch WD-40 ...
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Aber bitte nicht mit dem Öl übertreiben!
Ich habe die Saugfähigkeit des Filzes unterschätzt und somit später Probleme damit bekommen, das das Öl bis in die Lederhülle zog ...
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Wenn beide Teile geölt sind, machen wir ein Sandwich mit Klinge daraus:
Ein Teil mit der Furnierseite nach unten und dem Innenfutter nach oben, darauf die Klinge und ganz oben das zweite Teil, diesmal mit dem Innenfutter nach unten und dem Furnier nach oben.
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Da ich nicht genügend Hände zum gleichzeitigen wickeln und fotografieren habe, hier der Endzustand nach der ersten Wicklung.
Angefangen habe ich oben an der Parierstange. 1-2 Wicklungen gerade um den Anfang der Wicklung zu fixieren, danach schräg zum Ort (Spitze der Scheide) wickeln. Beim wickeln nicht zu stark ziehen, das ganze soll straff sein aber nicht zusammengepresst werden. Die einzelnen Windungen sollten mit den Kanten aneinander liegen ohne sich zu überlappen. Aber auch keine zu großen Lücken zwischen den Windungen.
Mit der elastischen Mullbinde gar nicht so einfach ... ich habe für die erste Wicklung 3 Versuche gebraucht.
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Den Streifen am Ort verknoten oder mit Kleber fixieren. Hauptsache es hält erstmal.
Danach das ganze mit der 2. Mullbinde nochmal, nur diesmal anders herum wickeln so das sich die Wicklungen überkreuzen und wieder das Ende befestigen.
Wenn statt der Mullbinde Leinenstreifen benutzt werden, sollte nur eine Wicklung gemacht und der Streifen am Anfang schräg angeschnitten werden, so daß sich das Leinen gar nicht überlappt!
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Hier eine Deatilauffnahme vom Ort. Ich habe die Wicklungen mit Ponal Express fixiert.
Man sieht auch das ich zwischendurch den Ort noch abgerundet habe. Dafür einfach die unteren Wicklungen wieder lösen und das Furnier samt Innenfutter zurechtschneiden. Danach wieder neu wickeln und die Wicklungen fixieren.
Das heunterhängende Ende der Mullbinde habe ich abgeschnitten, nachdem der Kleber für die Fixierung trocken war.
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Vorbereitungen für das Tränken der Wicklungen mit Leim. Eine Platte als Arbeitsunterlage, im Hintergrund der Leimtopf, vorne das Schwert in der Scheide auf dünnen Leisten gelagert.
Wichtig:
Das Schwert bleibt bis zum Trocknen des Leims IN der Scheide, damit diese ihre Form behält! Vor dem Leimen die Klinge leicht einölen und während des Trocknungsvorgangs immer mal wieder kurz herausziehen, abwischen, wieder leicht einölen und wieder rein damit.
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Hier mal der Leimtopf aus der Nähe.
Hasenleim ist ein Heißkleber und wird als Granulat oder Pulver geliefert. Das Granulat erst in lauwarmen Wasser quellen lassen und danach im Wasserbad schmelzen. Dabei Wasser bis gewünschten Konsistenz zugeben.
Der Leim sollte relativ dünnflüssig sein, damit er durch das Wickelmaterial bis zum Furnierholz zieht.
Mit einem etwas härteren Pinsel kann man den Leim etwas einmassieren.
Ein Tip aus dem Internet: Statt Wasserbad auf dem Herd oder teurem speziellem Leimtopf tut es auch ein Babykostwärmer wie auf dem Bild.
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So sieht das Ganze dann nach dem einpinseln aus.
Ich habe bei den Auflageleisten noch Wachspapier dazwischengelegt, wie man es von Aufklebern oder in meinem Fall selbstklebenden Moosgummiplatten kennt.
Dadurch kann ich die Schwertscheide zwischendurch wenden, ohne das sie an den Auflagen festklebt.
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Eine Nahaufnahme aus der Nähe der Parierstange.
Die Oberfläche fühlt sich hinterher richtig gummiartig an.
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Noch eine Nahaufnahme vom Ort.
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So sieht das gegen die Parierstange fotografiert aus.
Wie man sieht habe ich die aus der Scheide herausstehenden Filzstreifen etwas mit angeleimt. Diese Stellen verdecken später das Furnier, wenn man von oben auf die Scheide (den Mund) schaut.
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So, jetzt heißt es abwarten ... bis das ganze durchgetrocknet ist. Das kann je nach Leimkonzentration, verwendeter Leimmenge, Art des Wicklungsmaterials, Temperatur und so weiter unterschiedlich lange dauern. Also lieber länger trocknen lassen und sichergehen. Zwischendurch auch, wie bereits oben geschrieben, immer mal wieder nach der Klinge sehen und diese neu ölen. Wäre doch schade wenn die Scheide trocken, aber dafür die Klinge verrostet ist.
Weiter geht es dann mit dem äußeren Überzug, der Hülle der Scheide. Es sei denn ihr wollt unbedingt mit diesem Gummiteil durch die Gegend laufen ;-)
In meinem Fall ist diese Hülle aus Leder. Bei anderen Materialien kann also durchaus eine andere Art der Verarbeitung nötig sein. Auch habe ich parallel an dem Lederüberzug und dem Schwertgurt gearbeitet, so daß in den folgenden Bildern beides zu sehen ist. Als Vorlage für den Gurt habe ich eine im Internet gefundene Zeichnung verwendet. Da ich aber den Link nicht mehr habe und somit den Urheber nicht um Erlaubnis fragen kann, werde ich die Orignalzeichnung hier nicht veröffentlichen.
Dem Schwertgurt liegt jedenfalls eine Interpretation der Schwertgehänge zu Grunde wie sie bei den Stifterfiguren des Naumburger Doms zu sehen ist (ca. 1250 nach Christus).
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Das Leder wird stramm um die Scheide gelegt und auf der Rückseite vernäht.
Entweder so wie bei mir indem man die Enden gegeneinanderlegt und dann durchnäht was den zu sehenden Nahtwulst ergibt.
Oder indem man das Leder auf Stoß vernäht was aber um einiges schwieriger ist.
Ich habe es jedenfalls (bisher) nicht hinbekommen.
Wer will, kann auch das Leder auf der Vorderseite der Scheide verkleben und dann hinten vernähen. Aber dann sollte man darauf achten das im folgenden einige Stellen nicht verklebt sein dürfen, da dort der Schwertgurt durch das Leder der Scheide gezogen wird.
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Auf der Vergrößerung dieses Bildes kann man sehen das ich das Leder um den Mund herum mit dem Innenfutter vernäht und das restliche überstehende Innenfutter abgeschnitten habe.
Zum Schwertgurt:
Der erste Teil des Schwertgurtes wurde in 2 Stränge geteilt. Die Länge für diese Teilung habe ich ermittelt, indem ich die Befestigung mit zwei Stoffbändern simuliert habe.
Der obere Teil wird auf der Vorderseite durch 4 Durchzüge im Leder der Scheide gezogen.
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Danach wird er auf die Rückseite gezogen und dort durch 2 Durchzüge.
Dabei wird er zwischen den Durchzügen mit einem Schlitz versehen, wieder nach vorne gezogen und durch den Spalt zwischen den beiden Gurtteilen gezogen. Dort geht er einmal nach oben um sich selbst und wieder auf die Rückseite.
Hier wird er durch den Schlitz zwischen den Durchzügen und danach schräg zum Ort hin wieder nach vorne gezogen.
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Vorne kreuzt er sich dann mit dem 2. Strang welcher bisher noch nicht verwendet wurde.
An der Kreuzungsstelle wird ein Durchzug im Leder der Scheide und in dem 2. Strang ein Ausschnitt gemacht.
Dieser Ausschnitt muss so groß sein, das man den Durchzug durch diesen soweit hochziehen kann, das der erste Strang durch diesen Durchzug geführt werden kann.
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Danach laufen beide Stränge nach hinten.
Unmittelbar auf der Rückseite der Scheide verjüngen sich beide Stränge auf ca. die Hälfte der vorigen Breite und kreuzen sich wieder.
Die Kreuzung auf der Rückseite wird unter dem Leder der Scheide ausgeführt, es müssen also wieder entsprechende Durchzüge gemacht werden.
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Danach laufen beide Stränge wieder nach vorne.
Dort werden sie jeweils durch einen Durchzug gezogen und anschliessend verknotet.
Damit wäre der eine Teil des geteilten Gurtes fertig.
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Jetzt kommt der zweite Teil dran. Dieser ist wesentlich einfacher:
Dort wo sich die beiden Stränge des ersten Gurtes auf der Rückseite der Scheide unter dem Leder der Hülle kreuzen wird der zweite Gurt stramm um die Scheide gewickelt und befestigt.
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Dies kann man entweder durch vernähen machen oder so wie ich mit einem Stück Lederband und Knoten. Wie man sieht habe ich mehrere Lochungen für das Lederband und kann somit auch hier die Länge dieses Gurtteils einstellen.
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So sieht das ganze dann letztendlich aus.
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Das ganze nochmals schräg von vorne.
Wie die beiden Gurtteile vor dem Bauch verbunden werden bleibt einem selbst überlassen.
Zum Beispiel nur verknoten, normale Gürtelschnallen, so wie ich mit den 2 Ringen oder was weiß ich wie ...
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Zusätzlich habe ich noch eine Mundplatte auf Leder über die Öffnung der Scheide genäht (hier nicht zu sehen)
Des weiteren habe ich noch die Naht am oberen Ende der Scheide verkleidet und links neben den 4 Durchzügen ein Lederband um die Scheide gelegt.
Alternativ kann man natürlich auch ein Mundblech aus Metall machen (lassen), aber das ist jedem selbst überlassen.
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Die Verkleidung ist vorne aufgeklebt und hinten unter Spannung vernäht.
Dabei habe ich einen Ausschnitt für den Nahtwulst der Scheidenhülle gemacht, damit das aufgesetzte Teil besser sitzt.
Das Lederband links von den 4 Durchzügen ist nur verknotet.
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Hier das ganze nochmal von oben.
Jetzt sieht man auch die mit dem Leder der Scheide und dem Innenfutter vernähte Mundplatte.
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Und nochmal in der Totalen.
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Nähere Aufnahme der Gurtbefestigung und des Gurtes
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Später ist dann noch dieses einfache Ortband aus Leder dazugekommen.
Etwas aus Metall gefiel mir nicht so, da ansonsten fast alles aus Leder gemacht ist.
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Das Ganze nochmal von der Seite.
Im Prinzip besteht es aus einem Stück Leder, welches das untere Ende der Scheide geklappt und dann auf beiden Seiten vernäht wurde.
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Nochmal von schräg oben.
Das Leder wurde vor dem Nähen gründlich gewässert, wodurch es leicht formbar wird. Dann mit reltiv breiter Nahtzugabe stramm vernäht.
Der breite Rand wurde nach dem Nähen mit einem Cuttermesser in Form geschnitzt.
Nach dem trocknen geht das Teil nur noch mit Gewalt von der Scheide runter, obwohl es weder festgeklebt noch festgenäht wurde.
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Ach ja:
Inklusive des Schwertgurtes und aller Beschläge wie z.B. Gürtelspitze oder die als Gürtelschnalle dienenden Ringe, wiegt diese Scheide 553g.
Das war es in diesem Tutorial, Fragen könnt ihr über das Kontaktformular oder das Gästebuch stellen.
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