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Ein Waffenständer muss her ...
Da mir noch eine Möglichkeit fehlte meine Schwerter zu Hause und auf dem Markt vernünftig lagern und präsentieren zu können, musste ein entsprechender Ständer her.
Dieser sollte für den Transport zerlegbar, aber auch so standfest sein das er nicht bei bei jeder kleinen Windböe oder jedem kleinen Stoß umkippt.
Nach einigen Recherchen habe ich mich dazu entschlossen mir selber einen aus Holz zu bauen.
Als Material habe ich gehobelte Fichte/Tanne Rahmenhölzer aus dem Baumarkt verwendet.
Benötigt wurden:
-2 Stück mit 24 x 44 mm, bei einer Länge von 2000 mm
-1 Stück mit 44 x 44 mm, bei einer Länge von 2500 mm
-1 Stück mit 94 x 44 mm, bei einer Länge von 2500 mm
Gekostet hat mich das Ganze 20,12€ - das geht ja nun wirklich.
Des weiteren wird noch Holzleim (am besten wasserfest), Holzdübel und eine Oberflächenbehandlung (Lasur, Wachs, in meinem Fall Leinölfirniss wie bei der Standseitentruhe) und etwas Seil benötigt.
Die Konstruktion:
Ich weiß zwar nicht, ob ich es schaffe das ganze vernünftig zu beschreiben, aber ich versuche es einfach. Bei Unklarheiten am besten die Bilder weiter unten ansehen ;-)
Der Ständer wird aus 2 Seitenteilen und 2 Querteilen bestehen, die ineinander gesteckt und mit Seilen befestigt werden. falls das mit den Seilen nicht klappt, könnte man das Ganze auch mit Keilen machen - mal schauen wie es am Ende aussieht.
Seitenteile:
Die Seitenteile bestehen aus dem 94 x 44 mm und 44 x 44 mm starken Material.
Aus dem 94 x 44 mm Material werden 2 Teile mit der Länge 1156 mm geschnitten, die die senkrecht stehenden Seiten bilden werden.
Aus dem 44 x 44 mm Material werden 2 Stücke mit der Länge 400 mm geschnitten, die als Füße dienen werden.
Die beiden 400 mm langen Stücke werden flach auf den Boden gelegt und jeweils eines der 94 x 44 mm Stücke daraufgestellt, so das sich ein auf dem Kopf stehendes T ergibt.
Die Verbindung der beiden Teile wird dauerhaft mittels Leim, Holzdübeln und, sofern nötig, von unten mit Schrauben hergestellt.
Sofern von dem 44 x 44 mm Material genügend übrig bleibt, werden daraus noch schräge Abstützungen zwischen den Füßen und dem senkrechten Teil angefertigt.
Insgesamt ergibt sich für die Seitenteile eine Höhe von 1156 mm (Seitenteil) + 44 mm (Fuß), also zusammen 1200 mm. Somit sollte für die Anderthalbhänder genügend freie Höhe möglich sein, ohne das diese auf dem Boden aufkommen.
In die Seitenteile werden jeweils 4 Ausklinkungen gemacht und zwar jeweils 2 in einer Höhe von 1050 mm und 500 mm. Diese Abstände sind von unten (Boden) gemessen und bis zur Oberkante der Ausschnitte.
Die Ausklinkungen werden so bemessen, das die 24 x 44 mm dort hineinpassen.
Von der Seite betrachtet (also wenn man auf das "T" sieht), sind jeweils auf der linken und der rechten Seite zwei Ausschnitte, die 24 mm tief in das 94 x 44 mm Material hineingehen und eine Höhe von 44 mm haben.
Hier werden später die Querteile, welche die Waffen tragen, eingeschoben.
Querteile:
Die Querteile bestehen aus dem 24 x 44 mm und dem 44 x 44 mm Material.
Aus dem 24 x 44 mm Material werden 4 Stücke mit jeweils 996 mm Länge geschnitten.
Hiervon werden je Querteil 2 Stück benötigt.
Aus dem 44 x 44 mm Material werden 18 Würfel mit 44 x 44 x 44 mm geschnitten.
Hiervon werden je Querteil 9 Stück benötigt.
Der Aufbau der beiden Querteile ist identisch, daher werde ich hier nur eins beschreiben:
Die beiden Teile mit 24 x 44 mm mit 996 mm Länge werden parallel so hingestellt, das sie mit der 24 mm breiten Seite auf der Unterlage liegen und damit eine Höhe von 44 mm haben.
Dann wird an einem Ende ein Würfel 44 x 44 x 44 so dazwischen gestellt. Dieser wird so positioniert das vom Ende des 996 mm langen Teils bis zum Anfang des Würfels 100 mm Luft sind.
Dieser 100 mm lange offene Teil wird später in das Seitenteil gesteckt!
Nach dem ersten Würfel folgt ein Freiraum von 50 mm, dann wieder ein Würfel und so weiter.
Sofern ich richtig gerechnet habe und die Maße stimmen, bleiben dann am anderen Ende wieder 100 mm Luft.
Auf diese Art und Weise entstehen "Löcher" mit 44 x 50 mm Größe, was für meine Klingenbreiten (40 mm an der Parierstange) ausreicht. Zur Not kann man das Schwert auch leicht gedreht in das Loch stecken, dann ist noch etwas mehr Luft.
Und in dieser Form muss das ganze dann verleimt und verdübelt werden.
Zusammenbau:
Da ist eigentlich nicht viel zu zu sagen:
Die Querteile werden auf die Seitenteile gesteckt und mit Seil festgezurrt.
Es bietet sich für das Festzurren an, in die Querteile an der Stelle wo sie über die Seitenteile hinausragen Kerben für das Seil vorzusehen.
Hier noch ein Scan meiner zu Papier gebrachten Planungen (nicht maßstabsgerecht!):
Jetzt aber genug des Textes, lasst Bilder sprechen ;-)
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Das Ausgangsmaterial.
Keine Ahnung warum die Kanthölzer unterschiedlich lang sind, fragt da bitte die Baumarktmitarbeiter oder den Lieferanten ;-)
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Nochmal von der anderen Seite.
Von links nach rechts:
2 Stück 24 x 44 mm, 2000 mm lang
1 Stück 44 x 44 mm, 2500 mm lang
1 Stück 94 x 44 mm, 2500 mm lang
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Die zugeschnittenen Einzelteile für ein Seitenteil
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Die Einzelteile für den Fuß nochmal aus der Nähe.
So sollen die später zusammengesetzt werden ...
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Die Einzelteile für eines der Querteile ....
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... und so sollen diese zusammengesetzt werden ...
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... und zwar einzel gedübelt und geleimt.
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Einer der Holme des ersten Querteils ist mit allen 9 Klötzen verleimt.
Und während der trocknet ...
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... setze ich schonmal die Seitenteile zusammen.
Der später senkrechte Teil wird mit dem oben zu sehenden Zapen in den Schlitz des Fußteils geleimt.
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Die Verleimung nochmal aus der Nähe.
Das Ganze sitzt ziemlich stramm ineinander.
Hmmm, ob ich die diagonalen Streben wirklich brauche? Ich glaube ich versuche das erstmal ohne ... ;-)
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Im Anschluss geht es mit dem Querteil weiter:
Da muss noch der zweite Holm dran.
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Dieser wird genauso wie der erste Holm einzeln verdübelt und verleimt.
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Erster Aufstelltest!
Das ganze ist stabiler als gedacht und passt ziemlich gut.
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Die Verschnürung der beiden Teile aus der Nähe.
Die braucht keine Last zu tragen, sondern stabilisiert nur etwas. Der Ständer bleibt aber auch ohne einwandfrei stehen.
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Und die andere Seite der Verschnürung.
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Die erste "Anprobe"!
Schwert: Passt!
Doch: Passt!
Besen: Passt! (Besen? Was macht der Besen auf dem Foto?)
Zur Not also auch als Besenständer zu gebrauchen ;-)
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Der Waffenständer komplett und an seinem späteren Bestimmungsort.
Und Platz für Zuwachs ist auch noch drin!
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Und so klein wird das ganze zerlegt und verschnürt.
Der Transport zum Markt sollte also kein Problem werden.
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Das "Paket" nochmals von der Seite.
Das ganze wird noch mit Leinölfirnis behandelt um es etwas wetterfester und unempfindlicher zu machen. Der Farbton wird sich dann dem der Truhe auf dem Bild weiter oben annähern.
Aber da das noch dauern wird und ich euch die Bilder nicht vorenthalten wollte, reiche ich die restlichen später nach.
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Fertig er ist ...
Mittlerweile wurde der Waffenständer dreimal mit Leinölfirnis behandelt und ist damit fertig.
Und so sieht er in aufgestelltem und bestücktem Zustand jetzt aus
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Das war es in diesem Tutorial, Fragen könnt ihr über das Kontaktformular, das Gästebuch oder die Kommentarfunktion stellen.
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