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| | Pfeil 2. Generation [How To] |
Pfeil der 2. Generation
Der 2. Versuch im Pfeilbau. Von der Variante "Mein 1. Pfeil" gibt es mittlerweile 6 Stück, die ich als Studienobjekte missbrauche ;-)
Also wird es Zeit die gewonnenen Erkenntnisse anzuwenden.
Da ich auf einem Markt in Gelsenkirchen auch noch Tips zu meinen Erstlingswerken von Nicole (http://www.traditional-bow.de) bekam, werde ich versuchen auch diese zu beherzigen.
Und los geht es ...
Geplante Änderungen zur "alten" Version:
-Nocke mit Inlay aus Hartholz zur Verstärkung
-Schäfte mit Leinölfirnis behandeln
-Schmalere Wicklungen an den Federansätzen, sowie an der Nocke
-Engere Wicklung durch die Federn (Danke Nicole)
-Rundere Federform (Nochmal danke Nicole, sieht wirklich besser aus)
-Dünneres Garn für die Wicklung (Auch auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen: Danke Nicole)
-Mein Logo auf dem Schaft
Mittlerweile habe ich 2 neue Hilfsmittel für die Fertigung, was die Herstellung doch deutlich vereinfacht.
Das Ausgangsmaterial:
-Fichtenschaft 11/32, Länge 32", Spinegruppe 60-65
-Leitfeder Truthan von Gateway, rechts gewunden, Form Raptor in 5", allerdings diesmal in "Tree gelb" statt "Tree rot"
-Hennfedern Truthan von Gateway, rechts gewunden, Form Raptor in 5", allerdings diesmal in gelb statt rot
-Spitze diesmal eine Heulspitze. Ja, ich bin Spielkind und muss auch so etwas ausprobieren ;-)
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Das passiert wenn man einem Schreiner einen Hartholzklotz mit den Maßen 250x45x45mm in die Hand drückt.
Es bleibt nur Kleinzeug ;-)
Der "Stapel" unten ist alles, was nach dem Zuschnitt für die Hartholzinlays der Nocken von einem Klotz, welcher genau so groß war, wie der oben abgebildete, übriggeblieben ist.
Die Streifen sind auf 3mm Stärke geschnitten, das entspricht dem Durchmesser der für den Schlitz veerwendeten Fliesensäge.
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Der zweite Klotz dient dazu, zusammen mit einem etwas größeren Stück, den Pfeilschaft nach dem kürzen etwas zu komprimieren. Damit können die Schraubspitzen besser aufgeschraubt werden.
Das Prinzip habe ich mir von Henning (http://www.traditional-bow.de) abgeschaut als er meine Pfeile, die ich zusammen mit dem Bogen gekauft habe, fertiggemacht hat.
Da gibt es auch extra Zangen für, aber warum viel Geld ausgeben, wenn es auch so geht?
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Die ersten geklebten Inlays.
Das eine schon zurechtgestutzt, bei dem anderen hängt noch der ganze Streifen dran.
Im Hintergrund das Erste der beiden neuen Hilfsmittel. Ist zwar nicht perfekt und es gibt auch bessere Ausführungen davon, aber zum sägen der Schlitze durchaus eine Erleichterung. Der lange Schlitz in dem Alublock ist für die Inlays, der kurze für die Nocke. Der Schaft wird von unten in die Bohrung gesteckt bis er bündig mit der Oberkante ist. Mit der Hohlschraube wird das Ganze dann von unten fixiert wie mit einer Spannzange oder Bohrfutter. Drei verschiedene Schrauben für die 3 Standardschaftdurchmesser liegen bei.
Ein Nachteil sei nicht verschwiegen: Die Schraube muss recht stark angezogen werden, damit der Schaft beim Sägen nicht nach unten gedrückt wird oder sich verdrehen kann. Das führt aber zu Abdrücken der Spannvorichtung auf dem Schaft. (Zu sehen bei dem Schaft wo der Hartholzstreifen noch nicht abgesägt ist.)
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So sieht das Ganze in Aktion aus, hier beim Sägen der Nocke.
Der Schlitz für das Hartholzinlay wird MIT der Maserung eingesägt, die Nocke nach dem Einleimen und Trocknen des Inlays wieder senkrecht zur Maserung und dem Inlay.
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Meine ersten beiden Schäfte mit Hartholzinlay ;-)
Der untere wurde auch bereits mit 2 Schichten Leinölfirnis behandelt.
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Parallel geführte Versuche zum aufbringen meines Logos auf den Schaft.
Ich habe mit den Reststücken von dem ersten Satz Pfeile experimentiert, wie ich mein Logo darauf bekomme. Da das (für mich) zu klein zum Malen ist, habe ich eine Versuchsreihe mit Decalfolie gestartet. Decals sind diese hauchdünnen Aufkleber aus dem Modellbau, bei der der Aufkleber samt Trägerpapier in Wasser gelegt wird, sich dann von dem Trägerpapier löst und auf das Modell geklebt werden kann. Diese Folien gibt es auch zum selber bedrucken für Inkjet- und Laserdrucker. Ich habe die für Laserdrucker verwendet, wegen der besseren Wasserfestigkeit.
Ausdrucken, ausschneiden und aufkleben - aber wie hält das am Besten?
Also ausprobiert auf:
Oben: Direkt auf das Holz geklebt und mit Leinölfirnis "übermalt"
Mitte: Direkt auf das Holz geklebt, ohne jede weitere Behandlung
Unten: Auf bereits vorher mit Leinölfrnis behandeltes Holz geklebt.
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Das Ergbnis nach längerer Trocknungsphase:
Oben: Direkt auf Holz - Wie erwartet der geht so wieder ab.
Mitte: Direkt auf Holt + "übermalen" - Hält fast am besten.
Unten: Auf Leinöfirnis - Überraschung! Ich hätte gedacht das der Aufkleber so wieder abfällt. Von wegen der hält besser als "oben" und eigentlich genau so gut wie die "Mitte".
Ergebnis: Ich werde den Aufkleber auf den geölten Schaft kleben. Als "Klebeverstärkung" wird der Schaft an dieser Stelle vorher mit verdünntem Holzleim überstrichen und der Aufkleber in den nassen Leim "gelegt". Bietet sich also im Zuge des tränkens der Federwicklungen mit verdünntem Holzleim an. Da der Leim transparent auftrocknet, werde ich wohl nach dem trocknen des Aufklebers/der Federwicklungen etwas davon über den Aufkleber streichen.
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Das zweite neue Hilfsmittel: Ein Befiederungsgerät.
Es handelt sich um die, nach meinem Kenntnisstand, günstigste Ausführung von Cartell. Ca. 22,-€ inkl. Versand bei ebay ;-)
Da keine Anleitung mitgeliefert wird, hier eine kurze Beschreibung, vielleicht kann sie mal jemand brauchen:
1. Über diese Madenschrauben kann das Gerät auf 3- oder 4-fach Befiederung eingestellt werden. Hier im Bild ist noch auf 4-fach eingestellt. Zum Umstellen auf 3-fach, die rausstehende Madenschraube reindrehen, aber so das sich der Knopf 5. noch drehen läßt. Die eingedreht Madenschraube dafür rausdrehen, das gibt die 4-fach Rasterung frei. Aber VORSICHT, nicht bis zum Rausfallen der Schraube! Dann kann es nämlich passieren das einem die Feder und Kugel des Rastmechanismus entgegen kommen - viel Spaß beim suchen!
2. Hier wird der Schaft mit der Nocke eingesetzt. In dem Rohr ist ein entsprechender Steg für den Nockschlitz. Bei 3-fach Einstellung passt eine der Rastpositionen dabei genau für das Aufkleben der Leitfeder rechtwinklig zur Nocke.
3. An diesen beiden Schrauben wird der, hier nicht zu sehende, Federhalter so justiert, das er entweder genau mittig oder auf Wunsch leicht schräg über dem Schaft steht.
4. An diesen 2 Magneten wird besagter Federhalter aufgesetzt. Der zwischen 2. und 3. sichtbare Metallsteg welcher quer über den Schaft geht dient dabei als unterer Anschlag.
5. Mit diesem Knopf wird der Schaft gedreht. Bei 3-fach in 120° Schritten, bei 4-fach in 90° Schritten.
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Der Federhalter.
Im Endeffekt 2 Metallplatten mit Klammern, zwischen die die Feder geklemmt wird.
Ich habe hier zum zeigen die spätere Leitfeder dieses Pfeils in Originalform eingelegt.
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Leider etwas unscharf, aber:
So wird der Federhalter am unteren Anschlag angelegt und dann vorsichtig auf dem Schaft gedrückt.
Wäre da jetzt noch Kleber zwischen würde das sogar halten - nach dem Trocknen versteht sich.
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Ok, auf ans fröhliche Federkleben.
Ich habe die Federn diesmal vorher auf meine gewünschte Form geschnitten. Vorne und hinten wieder jeweils so, das ein paar Millimeter nur Federkiel stehen bleibt für die späteren Wicklungen.
Auf dem Bild ist die Leitfeder im Gerät und trocknet, unten liegen die beiden Hennfedern und warten ;-)
Ich habe das Gerät einfach auf den oben gezeigten Block für das Komprimieren der Schäfte geschraubt. Platz ist genug vorhanden und das Hartholz ist schwer genug, daß es einen sicheren Stand ergibt.
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Die letzte Feder wird geklebt.
Geklebt habe ich die Federn mit Ponal, das gibt auf dem Leinöflfirnis eine mehr als ausreichende Befestigung - zumal ich die Federn ja noch wickeln werde. Allerdings ist Voraussetzung, das der Firnis vorher wirklich trocken ist. Ist er noch ölig, hält da nichts drauf! Andererseits lassen sich die Federn aber mit sanfter Gewalt auch noch wieder vom Schaft lösen, ohne das eine der beiden Seiten großartig beschädigt würde. Einfach vorsichtig mit einem Skalpell zwischen Feder und Schaft und sachte den Schaft entlang durchziehen.
Noch etwas: Beim Drehen des Schaftes aufpassen, in welche Richtung man dreht. Den Versuch, die Feder zwischen Schaft und Federklemmenaufnahme hindurch zu drehen, könnte die Feder übelnehmen ;-)
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Nahansicht der fertig gewickelten Federn und mit verdünntem Holzleim getränkten Wicklungen.
Auch das Decal ist aufgeklebt. Jetzt erstmal trocknen lassen ;-)
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Das ganze nochmal, diesmal inkl. Nocke und Nockwicklung.
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Und einmal seitlich auf Leitfeder und Nocke gesehen.
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Der Morgen danach, der Kleber ist trocken.
Das Decal ist jetzt erstaunlich robust. es wird nicht für die Ewigkeit halten, aber das tun Pfeile sowieso nicht ;-)
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Und auch noch einmal von dieser Seite nach dem Trocknen.
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Was ich nicht unterschlagen will: Ein Bild der verwendeten Pfeilspitze.
Ja ich weiß, das ist Spielzeug ;-)
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Das war es in diesem Tutorial, Fragen könnt ihr über das Kontaktformular, das Gästebuch oder die Kommentarfunktion stellen.
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