Schwertschaukampf by VDF
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 Schießsack [How To]

Schießsack

Als Bogenschütze benötigt man ja nun auch ein Ziel, um darauf schießen zu können.

Auf der Suche nach einem einfachen, transportablen und vor allem nicht zu teuren Ziel, bin ich auf den so genannten Schießsack gestoßen.
Dabei handelt es sich um einen Sack (ach nee...), vorzugsweise aus Jute oder Kunststoffgewebe, welcher mit einem Füllmaterial gestopft wird.

Der Vorteil bei Kunststoffgewebe ist die relative Wetterfestigkeit, zumindest fängt der Sack nicht an zu schimmeln oder sich zu zersetzen. Jutesäcke sind leider nur begrenzt wasser- und wetterfest.

Beim Füllmaterial habe ich diverse Varianten gefunden. Vom in Ballen gepresstem Kleintierstreu, welches leider relativ schnell zerbröselt, über Altkleider (habe ich nicht ausprobiert und sind nicht wasser-/wetterfest) bis hin zu Plastikfolie.

Bisher habe ich 2 dieser Säcke "angefertigt", beide mit Folienfüllung. Einmal einen aus Jute und einmal einen aus einem Kunststoffgewebesack.


Das Ausgangsmaterial:
-Jutesack ca. 60x110cm
-Gewebesack aus PP (Polypropylen) mit Innenfolie aus PE (Polyethylen) ca. 50x85cm
-Folienabfälle. Ich habe feste Verpackungsfolie von einer lokalen Küchenbaufirma / Schreinerei verwendet. Die waren froh, das Zeug nicht entsorgen zu müssen ;-)

Und jetzt die Bilder ...
Ich fange diesmal quasi "von hinten" an.

Wie man sieht eignet sich mein Waffenständer auch als Schießsackständer für Test- und Übungszwecke in der Wohnung.
Die lichte Entfernung zwischen Pfeilspitze beim Schuss und Ziel beträgt etwas über 3m.
Gruppierung der Pfeile im Ziel.

Auf kurze Distanz treffe ich also schon einmal ;-)

Das ganze nocheinmal aus einer schrägen Sichtweise.

Wie man sieht stecken die Pfeile doch recht tief in dem Sack.
Noch einmal schräg und aus der Nähe.

Wie man sieht hat der Sack schon ganz gut gelitten.

Der Vorteil der Jute-/Gewebesäcke ist aber, das die Pfeile die Fasern mehr verdrängen als zerteilen. Dadurch gibt es nicht bei jedem Schuss ein Loch, das sich nicht mehr schließt. Irgendwann ist das Material aber natürlich auch verschlissen. Dann kann man aber einfach einen neuen Sack darüber ziehen und fertig.
Ein Blick von der Seite.

Die Pfeile durchschlagen den Sack nicht, die Spitzen treten hinten nicht wieder aus.

Und das bei einem Bogen mit 68lbs bei 28" Auszug auf 3m Entfernung.
Mein Auszug beträgt übrigens 29", d.h. die Schussleistung des Bogens dürfte, so wie ich das gelesen habe, knapp über 70lbs betragen.

Wie weit die Pfeile eindringen hängt im übrigen stark davon ab, wie dicht bzw. stark der Sack gestopft wurde. Hierdurch kann man also die "Härte" des Ziels an den Bogen anpassen. Wurde zu stark gestopft, kann es passieren das die Pfeile gar nicht eindringen bzw. abprallen, also VORSICHT!
Jetzt aber ans "innere".

Ich habe den Sack abgenommen und geöffnet, die Pfeile stecken noch drin.
Der Blick von oben in den Sack.

Nichts zu sehen, als jede Menge Plastikfolie ;-)

Ich habe die Säcke so gestopft, das ich erst am Rand fest gestopft und dann die Mitte aufgefüllt habe. Dadurch kann ich diese Kissenform erreichen. Wenn man einfach wild hinein stopft wird das ganze runder - aber als Ziel finde ich diese Kissenform praktischer.
Ich habe die Säcke bisher immer so gestopft, das ein ungefähr quadratisches Kissen entstanden ist.
Den nicht gestopften Teil umklappen und ...
... mit der unteren Ecke verbinden.

ich habe hierfür einfach Kordel durch das Gewebe gezogen und verknotet.
Auf der anderen Seite genau dasselbe.

Somit lässt sich der Sack jederzeit wieder öffnen und nachstopfen oder die Füllung zurecht schieben.

Mit der Zeit beult sich der Sack in der Mitte nämlich aufgrund der Einschlagswucht nach hinten aus.
An den 4 Ecken des "Kissens" habe ich weitere Kordelschlaufen eingeknotet.

An diesen kann der Schießsack aufgehängt werden.

Wer es auch hier wasser-/wetterfest haben möchte, nimmt halt eine Kunststoffkordel aus dem Baumarkt ;-)

Einmal die obere Aufhängung.
Und einmal die untere Aufhängung.

Wozu ein Waffenständer und zwei Anderthalbhänder doch nicht alles gut sind ;-)
Draußen kann man den Schießsack übrigens gut mit diesen Gummiseilen aufhängen, die zur Befestigung bzw. Transportsicherung im Auto gedacht sind.

Dadurch das diese Aufhängung federt, wird noch mehr der Schußenergie gedämpft.
Sollten die Pfeile dann abprallen, einfach etwas Folie aus dem Sack nehmen.
Ich habe mir z.B. solch ein Set mit Gummispannschnüren in verschiedenen Längen zugelegt.


Das war es in diesem Tutorial, Fragen könnt ihr über das Kontaktformular, das Gästebuch oder die Kommentarfunktion stellen.
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