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Der Köcher selber besteht aus 3 Teilen.
Das erste, größere Teil bildet eine leicht kegelförmige Rolle. Hierfür habe ich einfach ein entsprechendes Reststück genommen und zugeschnitten.
Das zweite Teil bildet den Boden des Köchers. Hierfür habe ich eine runde Scheibe aus hart gegerbtem Blankleder verwendet.
Da der Köcher aber noch zu kurz (oder nicht tief genug) war, habe ich noch einen Streifen an den oberen Rand angesetzt. Aufgrund der Optik und Stabilität habe ich diesen aber doppelt genommen.
Verbunden sind alle Teile nur mittels Lederschnüren und Knoten. Nichts genäht oder genietet.
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Am Boden beträgt der Innendurchmesser ca. 7cm, oben an der Öffnung ca. 10cm
Maximal hatte ich bisher 23 Pfeile im Köcher, hier auf dem Bild sind es 13.
Es läßt sich auf diesem Bild auch halbwegs erkennen, das der obere Rand doppelt genommen und sowohl innen, als auch außen über den unteren Teil "gesteckt" wurde. Das Ganze wird durch eine duchgezogene Lederschnur fixiert.
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Hier sieht man, das die senkrechte "Naht" des oberen Teils und des unteren Teils ebenfalls mit Lederschnüren ausgeführt wurde.
Der eingeknotete "Metallhaken" im Vordergrund dient für die Befestigung des Schultergurtes oder des Köchers am Gürtel.
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Das untere Ende des Köchers.
Der Boden wurde ebenfalls mittels Lederschnur "eingebunden".
Etwas weiter oben ist der untere Befestigungshaken zu sehen. Dieser wurde mittels eines kurzen Riemenstücks mit in der senkrechten "Naht" eingeknotet.
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Der Schulterriemen, wenn der Köcher auf dem Rücken getragen werden soll.
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Dieser wird einfach oben und unten in die Haken gehängt und fertig.
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So sieht das dann aus, wenn ich den umhänge.
Einmal von vorne ...
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... und einmal von hinten.
Der Nachteil bei dieser Trageweise:
Um an die Pfeile zu kommen, muss ich den Köcher von unten mit der Bogenhand leicht anheben.
Für den echten Schießbetrieb nicht so ganz optimal. ;-)
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Aber es geht auch anders!
An meinem Gürtel habe ich entsprechende Schlaufen als Gegenstücke zu den Haken am Köcher angebracht. |
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Wenn ich nur den oberen Haken einhänge, so wird der Köcher zum Seitenköcher.
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Und so hängt der Köcher dann am Mann.
Für den Schießbetrieb schon praktischer.
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Wenn ich auch noch den unteren Haken einhänge, dann hängt der Köcher quer hinter dem Rücken.
Das wäre dann ähnlich der Trageweise wie am Anfang des Robin Hood Films mit Russell Crowe.
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So sieht das dann von vorne aus.
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Und so von hinten.
Durch Verschieben der linken Schlaufe am Gürtel kann man in gewissen Grenzen den Winkel des Köchers beeinflussen.
Für den Schießbetrieb finde ich diese Trageweise übrigens ziemlich genial - so lange man nicht gerade durch Gestrüpp läuft. Das Ganze wird nämlich ziemlich breit, man bleibt also schnell hängen.
Aber die Erreichbarkeit der Pfeile ist wirklich gut.
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Jetzt zum weiteren Zubehör:
1 - Bogenhülle zum Schutz beim Transport. In diesem Fall eine Anfertigung aus Leder, da es praktisch nichts passendes für meinen 74" Bogen gab.
2 - Ersatzspannschnur, da mir bereits einmal eine gerissen ist. Dies ist eine Eigenanfertigung, da die käuflichen alle zu kurz waren. Geflochten aus 3 Strängen einer Kunststoffschnur.
3 - Sehnenwachs, gab es zum Bogen dazu.
4 - Pfeilziehhilfe, falls die Pfeile mal im Holz stecken, siehe auch weiter unten.
5 - ein aus einem Lederstück selbstgeschnittener Tab für die Finger der Zughand. Primitiv aber mein Favorit, um die Finger der Zughand vor der Sehne zu schützen.
6 - Ein einfacher Armschutz für den Unterarm der Bogenhand aus Leder. Theoretisch geht es auch ohne - wenn man es denn richtig kann. Wenn nicht, gibt es ohne einen blauen Unterarm. Ist aber auch ganz praktisch, um weite Klamotten davon abzuhalten, in die Sehne zu geraten.
7 - In Gebrauch befindliche Spannschnur. Erwähnte ich schon das mir bereits eine gerissen ist? Zur Verwendung siehe die nächsten Bilder.
8 - Ein gekaufter Schießhandschuh. Durchaus funktionell, aber ich bilde mir ein, mit dem Tab besser klarzukommen.
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Da ich bezüglich der Spannschnur öfter gefragt wurde wie das funktioniert, im Folgenden eine kurze Anleitung.
Das obere Ende (Tip) meines Bogens. Von links nach rechts:
-Bohrung für den Sehnenhalter und Sehnenhalter
-Kerbe für die Spannschnur
-Kerbe für die Sehne
-Unteres Ende des Sehnenhalters und Schlaufe (Öhrchen) der Sehne
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Das untere Ende (Tip) meines Bogens.
Hier gibt es nur eine Kerbe für die Spannschnur und eine für die, mit einem Bogenbauerknoten befestigte, Sehne.
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Einhängen der Spannschnur in die Kerbe des unteren Tip.
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Dasselbe am oberen Tip.
Die Spannschnur ist dabei so lang, dass sie locker bleibt und nicht unter Spannung gerät.
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Mann nimmt den Bogen am Griff, stellt sich mit dem Fuß auf die Spannschnur (und NUR auf die Spannschnur) ...
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... und zieht den Griff soweit gerade nach oben, das man mit der anderen Hand die Sehne in die dafür vorgesehene Kerbe schieben kann.
Danach die Spannschnur abnehmen und fertig! Der Sehnenhalter bleibt in meinem Fall am Bogen.
Das Abspannen geht dann genau andersherum: Spannschnur einhängen, draufstellen, hochziehen, Sehne aushängen, fertig.
Es gibt auch noch Sehnenhalter die nicht am Bogen verbleiben, sondern als separate Teile mit einer Art "Hütchen" auf das Tip gesteckt werden und dann mittels Schlaufe die Sehne halten.
Auch bei den Spannschnüren gibt es verschiedene Versionen, die ebenfalls mit "Hütchen" auf den Tips oder um die Bogenarme gelegten Schlaufen arbeiten. Das Prinzip ist aber immer dasselbe.
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Hier noch ein Bild meines Tabs an der Hand.
Eine Frage die ich erst mit langem Suchen klären konnte: Kommt das Teil jetzt auf den Mittel- oder den Zeigefinger?
Nach meinem Informationsstand kommt es auf den Mittelfinger! Falls das nicht korrekt ist, bitte ich darum, mich entsprechend zu korrigieren!
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Und so funktioniert die Pfeilziehhilfe: Einfach den Schaft in die passende Kerbe einlegen und um den Schaft herum zusammendrücken. Dadurch hat man einen wesentlich besseren Halt und kann den Schaft auch leicht drehen (NICHT biegen).
Ich verwende dieses Teil übrigens auch beim Aufschrauben der Spitzen ...
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Hier noch zwei Bilder von mir in "Aktion". ;-)
Bitte nicht auf meine Haltung achten, die war bei den Fotos nicht so ganz das Wahre. Das sieht man aber leider erst hinterher ...
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Und das zweite Bild.
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